Hohenschönhausen – Das geheime Gefängnis der Stasi

Kein Strassenname in DDR-Karten, 11.000 politische Häftlinge, Zeitzeugen als Guides: Das Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen – Deutschlands bestgehütetes Geheimnis, heute eine der eindringlichsten Gedenkstätten Europas.

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Dauer

1 Tag

Region

Berlin-Hohenschönhausen

Format

Private Chauffeur-Reise

Highlights

  • Sowjetische "U-Boote" – fensterlose Kellerverliese aus der Besatzungszeit 1945-46
  • Stasi-Verhörzellen – originalgetreu erhalten, Methoden der psychologischen Zermürbung
  • Führung durch ehemalige Häftlinge – Zeitzeugen, die selbst hier sassen
  • Sowjetisches Speziallager Nr. 3: 3.000 Tote, 1945-1946
  • Auf keiner DDR-Karte eingetragen: die Geschichte des unsichtbaren Ortes
  • Kombination mit Stasi-Zentrale Lichtenberg als ganztägige DDR-Tour

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Erlebnisbeschreibung

Lage: Der unsichtbare Ort

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen liegt im gleichnamigen Berliner Stadtteil, nordöstlich des Zentrums, etwa 8 Kilometer vom Alexanderplatz entfernt. Das Gelände war bis 1990 auf keiner offiziellen Karte eingezeichnet – die Strassen, die zum Gefängnis führten, existierten in DDR-Stadtplänen schlicht nicht. Taxifahrer, die versehentlich in die Nähe gerieten, wurden von bewaffneten Posten zurückgewiesen.

Vom sowjetischen Speziallager zum Stasi-Gefängnis

Das Gelände hat eine doppelte Geschichte, die 1945 beginnt: Unmittelbar nach Kriegsende richteten sowjetische Truppen auf dem Areal einer ehemaligen Nationalsozialisten-Gemeinschaftsverpflegung das "Speziallager Nr. 3" ein – eines von mehreren sowjetischen Internierungslagern auf deutschem Boden. Zwischen 1945 und 1946 waren hier bis zu 4.000 Menschen unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert, darunter tatsächliche NS-Täter, aber auch willkürlich verhaftete Deutsche ohne jede Schuld. Schätzungsweise 3.000 von ihnen starben an Hunger, Kälte und Krankheiten.

1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit das Gelände und baute es zum zentralen Untersuchungsgefängnis aus. Die berüchtigten "U-Boote" – feuchte, fensterlose Kellerverliese aus sowjetischer Zeit – wurden zunächst weiter genutzt, bevor neue Gefängnisgebäude errichtet wurden. Bis 1989 durchliefen schätzungsweise 11.000 Menschen Hohenschönhausen als politische Häftlinge.

Verhörmethoden: Von Gewalt zur psychologischen Zermürbung

Die Stasi entwickelte in Hohenschönhausen im Laufe der Jahrzehnte eine zunehmend verfeinerte Psychologie der Zermürbung. Physische Folter – in den frühen 1950er Jahren noch praktiziert – wurde abgelöst durch systematische psychische Zerstörung: Schlafentzug durch stündliche Kontrollen, Desorientierung durch gefälschte Zeitangaben, totale Isolation ohne jede Aussenmeldung, monatelange Verhöre ohne formelle Anklage.

Die sogenannte "Gummizelle" – ein vollständig gepolsterter Raum, der jede Selbstwahrnehmung aufhob – war ein Instrument dieser späteren Phase. Häftlinge wussten oft wochenlang nicht, wo sie sich befanden. Post wurde nicht weitergeleitet; Familienangehörige erfuhren lediglich, der Verhaftete befinde sich "in Untersuchungshaft".

Zeitzeugen als Guides

Was Hohenschönhausen von anderen Gedenkstätten unterscheidet: Ein grosser Teil der Führungen wird von ehemaligen Häftlingen durchgeführt, die selbst in diesen Zellen sassen. Diese Begegnungen – ein Mensch, der Ihnen von seiner eigenen Verhaftung, seinem ersten Verhör, seiner Freilassung erzählt, während er vor der Zelle steht, in der er sass – sind von einer Unmittelbarkeit, die kein Ausstellungstext ersetzen kann.

Die Gedenkstätte wurde 1994 eröffnet und empfängt heute rund 100.000 Besucher jährlich. Der erste Direktor Hubertus Knabe, selbst jahrelang bespitzelt, machte Hohenschönhausen zur wichtigsten Erinnerungsstätte der SED-Diktatur in Deutschland.

Häufige Fragen

Kann man das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen nur mit Führung besichtigen?
Ja, das Gelände ist ausschließlich im Rahmen einer Führung zugänglich – häufig geleitet von ehemaligen Häftlingen. Wir koordinieren Termin und Ablauf.
Wie lange dauert der Besuch?
Die Führung dauert rund 90 Minuten bis zwei Stunden. Mit An- und Abfahrt sowie historischer Einordnung planen wir einen Tag ein.
Muss ich mich selbst um die Anreise kümmern?
Nein. Wir bringen Sie im Privatfahrzeug direkt zur Gedenkstätte im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen – ohne öffentliche Verkehrsmittel.
Lässt sich der Besuch mit anderen DDR-Orten verbinden?
Ja, sehr gut – etwa mit der Stasi-Zentrale in Lichtenberg oder einer umfassenderen DDR-Geschichtstour durch Berlin.

Ihr Erlebnis

  • Private Fahrt im Luxusfahrzeug
  • Persönlicher Fahrer & Reisebegleiter
  • Handverlesene Luxushotels
  • Flexible Anpassung der Route

Warum diese Reise?

Hohenschönhausen ist kein abstraktes Ausstellungshaus – es ist ein Ort, an dem Geschichte körperlich spürbar wird. Wer mit einem ehemaligen Häftling durch seine eigene Zelle geht, erlebt Geschichte auf eine Weise, die nicht vergessen wird.

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